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Ausschnitt aus der Affe
„In jedem Stein steckt eine Form, die ihm entspricht. Die Kunst ist, sie zu erkennen und freizulegen.”

VITA Milan Lipsky

Photo Milan Lipsky
Milan Lipsky arbeitet mit Bruchstücken, Feldsteinen und Findlingen und lässt sich im wesentlichen von der Form und Material- beschaffenheit der Steine inspirieren. Er arbeitet intuitiv und spontan, ohne Skizzen und Modelle. Die erste und wichtigste Arbeit ist die Kommunikation mit dem Stein. Eine Art Meditation, bis der Stein preisgibt, was in ihm steckt. „In jedem Stein steckt eine Form, die ihm entspricht. Die Kunst ist, sie zu erkennen und freizulegen.

Als Spannungselement dient der Kontrast zwischen filigraner Bearbeitung und naturbelassenen Flächen. Die Skulpturen sind teilweise bemalt und vergoldet, vergleichbar der rituellen Bemalung von Priestern, Kultgegenständen, Tempeln und Kirchen. Eigenleben entwickeln sie durch Verwitterung und natürliche Patina.

Es gibt eine Art universelles Menschheitsgedächtnis, in dem ich stöbere. Manchmal überrascht es mich selbst, was ich zutage fördere.” Als prägende Vorlieben treffen die ursprüngliche Kraft der primitiven Kunst und Elemente der europäischen Kirchenkunst aufeinander, von der Romanik und Gotik bis hin zu Gaudis organischen Formen – im Bestreben, den elementaren Ausdruck des Steins zu bewahren und zu überhöhen: Ruhe, Gelassenheit, archaische Schönheit.

1959 in Schönwald/Oberfranken geboren, ging er in Nürnberg als Steinmetz in die Lehre, wo er in verschiedenen Firmen gearbeitet hat, mit dem Schwerpunkt Restauration und Denkmalspflege, also nah dran an den Werken großer Meister wie Veit Stoß und Adam Krafft. Weiterbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer in der Denkmalpflege. Parallel dazu spielte er in verschiedenen Bands (Soul Clack, Gaffers) Schlagzeug und Saxophon.

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